ergo im netz. Das Weblog für Ergotherapeuten

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Nachbarn und Verwandte

Ich bin nicht allein. Das ist schön. Und gut!

handlungs:plan

Seit Kurzem hat die Therapeuten-Blogosphäre ergotherapeutischen Zuwachs: den handlungs:plan. Da treibe ich mich jetzt öfter herum und lese und stöbere. Und das kann schon mal etwas dauern. Denn es gibt drüben bei den handlungs:planern jede Menge interessante Artikel, Podcasts und Downloads.

Zum Konzept des Blogs gehört es, dass es von vielen Autoren und Autorinnen bestückt wird. Wenn ich es richtig sehe, sucht das Macher-Team weiterhin nach Ergos, die regelmäßig oder einmalig Artikel einstellen möchten. Wer also Zeit und Lust hat, sollte sich das einmal überlegen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich die Überwindung zum Publizieren lohnt. Das anfängliche Lampenfieber wird bald vom Spaß am Schreiben relativiert. Außerdem kann man sein Wissen mit anderen teilen. Das ist das Schöne am Internet: andere profitieren kostenlos, genauso wie man selbst zuvor.

Toll am handlungs:plan finde ich auch den Download-Bereich. Von Anleitungen zum Herstellen von Rollstuhl-Handschuhen bis zu Fallbeispielen aus verschiedenen Fachbereichen kann man hier einiges Nützliche finden. Und das wird sicher bald noch viel mehr werden.

Im Moment erscheinen täglich Berichte über ein Praktikum in Schweden, in denen man viel über das schwedische Gesundheitssystem und die schwedische Ergotherapie lernt, schwedische Patienten inbegriffen. Sehr spannend, nicht nur für Ergos, die mit dem Gedanken spielen, nach Schweden auszuwandern.

Ergotipps

Durch die Kollegen von handlungs:plan bin ich auf einen ganz praktisch ausgerichteten Ergo-Blog gestoßen, dessen Name Programm ist: Ergotipps stellt konkrete Therapie-Ideen vor und bietet neue Gedanken auch über etwas abseitige Themen der Ergotherapie.

Ergo In-Vivo

Hier sammelt Renate Dachauer politische Meldungen, die die Gesellschaft prägen und damit auch die Bedingungen, unter denen Ergotherapeuten arbeiten. Viele Artikel beschäftigen sich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, aber es sind auch immer wieder interessante Artikel zu gesundheitspolitischen Themen mit von der Partie.

Blogs zum Gesundheitssystem

Da will ich mal drei hervorheben, die ich regelmäßig verfolge und die noch keinen Einzug  in meine Blogroll  gehalten haben.

In der Bedarfshaltestelle wird kritisch kommentiert, was das Gesundheitssystem so hervorbringt. Oft sehr humorvoll und stets unerbittlich.

Die Stationäre Aufnahme ist ein Watchblog. Hier wird alles durchgeschleust, was nicht ganz koscher ist. Und davon gibt’s eine ganze Menge, man sollte es nicht meinen. Ich bin tief beeindruckt von der Aufklärungsfähigkeit der Macher, die, wenn auch anonym, sowohl uns Leser als auch die, die sie kritisch beobachten, nicht aus der Verantwortung entlassen.

In kuhrtgesagt schreibt eine Journalistin über den großen Patienten Gesundheitssystem. Hintergründig und mit Wortwitz erfährt man eine ganze Menge Kurioses über die Fädenzieher hinter und vor den Kulissen. Lesenswert.

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7 ResponsesLeave one →

  1. Huch, ich bin ganz baff, ob dieser ausführlichen Erläuterung…danke dafür, nicely done, sehr schön…

    Wir suchen tatsächlich noch Mitautorinnen und -autoren, die sich gelegentlich oder regelmäßig an der Verbreitung ergotherapeutischen Wissens beteiligen möchten:

    Gut daran ist, dass es nichts kostet…

    Schlecht daran ist, dass es kein Geld einbringt…

    Ansonsten kann ich nur bestätigen, dass Schreiben nach kurzer Anlaufzeit viel Spaß macht – während des Schweden-Praktikums sind bis jetzt ca. 80 Seiten Text angefallen – und wir uns über Verstärkung aufrichtig freuen würden…bei Interesse genügt eine Mail an contact@handlungsplan.net

    Nochmal “Tack”, wie man auf Schwedisch sagen würde…

  2. Hi!

    Danke für deinen tollen Eintrag über den handlungs:plan!
    Dein Kompliment geben wir aber auch zurück, denn wir stöbern auch gerne bei dir auf dem Blog herum.

  3. Liebe Frau Jäger,
    vielen Dank für Ihren Eintrag hier.
    Warum ich meine Nachrichten nicht auf Gesundheits- und Krankheitsthemen beschränke, sondern die gesellschaftlichen Lebensbedingungen der Menschen mit anschaue hat mit meinem Selbstverständnis als Ergothereutin zu tun: warum sich Kinder nicht mehr zuverlässig und selbstverständlich entwickeln, warum Menschen mittleren Alters Schlaganfälle, Hirntumoren, Depressionen, Burn-Out-Syndrom usw. bekommen – all das und noch viel mehr ist nicht nur in der individuellen Konstitution und Lebensweise begründet, sondern eben auch in den Bedingungen der Existenzsicherung. Die permanente Angst vor einem Arbeitsplatzverlust führt eben zu Daueranspannungen, die Angst vor den gesellschaftlichen Bewertungen (Leistung, Bildung, Einkommen) führt eben zu einer Hysterisierung der Eltern und streßt die Kinder.

    In all diese Bedingungen, die uns ja ungefragt vorgegeben werden, sind wir eingebettet, und sie haben Auswirkungen, die mich als Ergotherapeutin interessieren – ich will sie bei meinen Patienten immer mitdenken können.

  4. ergo scriptum

     /  12. August 2010

    Was ich an der Therapeuten-Blog-Landschaft so toll finde, ist, dass jedes Blog seine ganz individuelle Ausrichtung hat, obwohl sie alle thematisch im gleichen Sektor angesiedelt sind. Die einzelnen Aspekte der therapeutischen und gesundheitlich ausgerichteten Arbeit sind so vielfältig und vielschichtig, dass sich insgesamt beim Lesen ein spannendes Mosaik ergibt – in dem kein Steinchen fehlen sollte.
    Danke fürs Mitlesen und Mitreden. So macht mir das großen Spaß!

  5. Du solltest dir wirklich einen Twitter-Account anschaffen, so erreicht dich dann auch mein getweeter Dank…

    ;-)

  6. ergo scriptum

     /  12. August 2010

    Ach, Twitter und ich … Ich hab so das Gefühl, dass wir nicht zusammen passen. Da Du jedoch nicht der Einzige bist, der mich in dieser Hinsicht ermuntert, will ich mal nix ausschließen. Früher habe ich auch Computer gehasst. Heute unvorstellbar ohne mein Laptop zu sein. Also wer weiß!
    Bis dahin bitte ich höflichst um mündliche Nachricht über Tweets und Retweets und angesagte Hashtags, wie z.B. #Blumenkübel. Mehr sag ich nich. ;-)

  7. ergo scriptum

     /  12. August 2010

    Ach doch, noch eine Sache. Danke und Knicks fürs Tweeten. :-)

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