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Alltagsbetreuer und Ergotherapeuten – Zusammenarbeit möglich?

klatschende Hände eines alten Menschen

Applaus für gute Zusammenarbeit

In vielen Heimen werden mittlerweile für die Betreuung demenzkranker Bewohnerinnen und Bewohner Alltagsbetreuer eingesetzt. Das führt zu Problemen, da sie vielerorts nicht zusätzliche Betreuungsarbeit leisten, sondern die Arbeit von Ergotherapeuten mit übernehmen. Das haben sie sich nicht selbst ausgedacht. Die Heimleitungen sehen darin 1. einen Kostenvorteil, denn Alltagsbetreuer kosten weniger Geld als qualifizierte Ergos, und 2. nichts Verwerfliches, denn die Mittel der Aktivierung scheinen oberflächlich betrachtet die gleichen zu sein.
Das ist berufspolitisch eine ziemlich schlechte Entwicklung. Die Frage ist nun, wie man als davon betroffene Ergotherapeutin darauf reagieren kann. Und die Frage ist auch, was die Ergotherapeuten als Berufsgruppe dagegen tun können und bereits tun. Antworten zu diesen Fragen liefert ein Artikel in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift ergopraxis (die Autorin dürfte den Lesern dieses Blogs bekannt sein ;-) ). Darin werden die rechtlichen Hintergründe vorgestellt, die Problematik beleuchtet und Vorschläge zum Umgang mit der Situation gemacht.
Es ist eine schwierige Lage für jeden einzelnen Ergotherapeuten, der davon betroffen ist, aber wie ein lieber Mensch neulich zu mir sagte:

„Die Lage ist zwar verzweifelt, aber nicht hoffnungslos.“

In diesem Sinne möchte ich an dieser Stelle Mut machen, an Lösungen zu arbeiten, die für alle Beteiligten Vorteile bringen. Letztlich auch für das Heim. Der erste Schritt dazu heißt Aufklärung, der zweite heißt Aufklärung und der dritte heißt … Aufklärung! Angefangen von den Bewohnern und ihren Angehörigen über Mitglieder anderer Berufsgruppen bis hin zur Heimleitung: Man sollte alle informieren und jeden Tag durch Gespräche und transparente Arbeit demonstrieren, wo die Stärken und Vorteile der Ergotherapie liegen, vor allem für die Bewohner. Das ist für das Ansehen und die Professionalisierung der Ergotherapie immens wichtig.

Foto: Günter Havlena, Pixelio
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